• Garten
  • Haus
  • Heimwerken
  • Wohnen
  • Ein altes neues Wohndesign: Japan und seine Lebensart in modernen Wohnungen

    wohndesign japan

    Ein essenzieller Bereich des japanischen Wohnstils bilden die sogenannten Shoji und Fusuma. Die typisch japanischen Tapetenwände, Holztüren und mit Papier bespannten Wände bewegen sich in einer Konstruktion aus vier Holzbalken und lassen sich beliebig verschieben. Die Bespannung mit Papier, Glas oder Kunststoff bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten mit asiatischen Motiven, Mustern und Farben. Design und Konstruktion der Shoji und Fusuma sind flexibel anwendbar auf unterschiedliche Raumlösungen. So lässt sich auch in einer westlichen Wohnung ein klassisch japanischer Raum für Teezeremonien einrichten. Im privaten Bereich ist diese Designlösung insbesondere bei Wandschränken, Raumteilern, im Schlafbereich und zur Dekoration gefragt. Die in diesem Design enthaltene Schlichtheit, Flexibilität und Lichtdurchlässigkeit ist charakterisierend für japanische Innenräume. Diese Eigenschaften finden sich insbesondere auch in den freischwingenden Raumnetzen aus handgefertigtem Japanpapier vereint.

    Das traditionelle Design der Shoji und Fusuma, der Bildernischen und Tatamimatten aus Reisstroh für den Boden, lassen sich mit modernem und zeitgenössischem Wohndesign verbinden. Den ideologischen Input für den in den 1950er-Jahren entstandenen modernen Wohnstil lieferte der dem Bauhaus-Stil nahestehende Künstler Masaru Katsumie. Bekanntheit erlangte dieser 1964, als er das Bildzeichensystem der Sportarten entwickelte, welches später bei den Olympischen Spielen als Vorlage diente.

    Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung Japans entstanden Designschulen, die das von der westlichen und amerikanischen Kultur beeinflusste Industrie-Design vorantrieben. Die Verknüpfung von westlicher und traditionell-japanischer Kultur wurde prägend für eine neue Stilrichtung. In den traditionellen Künsten, Architektur, Kunsthandwerk und seit den 1970er-Jahren auch in der Mode wurde die Schlichtheit und Natürlichkeit des Jahrhunderte alten heimischen Stiles mit zeitgenössischer Kunst kombiniert. Das neue japanische Design gab wiederum dem westlichen Kulturraum neue Impulse.

    Auch bei den Einrichtungsgegenständen wird auf Schlichtheit, Prägnanz und Ruhe gesetzt. Nicht nur Handarbeit, sondern auch die Natürlichkeit der Materialien kennzeichnen die Futonbetten, Schränke, Tische und Sitzgelegenheiten. Holz und Bambus sind bevorzugte Materialien, die Besinnlichkeit und Wärme ausstrahlen. Die Möbelstücke werden auf den Gesamtraum angepasst und sparsam verteilt, um im Raum ein Gefühl von Weite und Licht zu erhalten. Accessoires wie Lampen, Bilder, japanischen Leuchten, Gegenstände aus Bambus und Vasen vervollständigen das fernöstliche Flair. Alle Bestandteile einer typischen und authentischen japanischen Wohneinrichtung können in Onlineshops, wie dem deutschen Ableger der 2004 in Tokyo gegründeten KUMO Lifestyle GmbH, bestellt werden.

    Noch keine Kommentare

    Hinterlassen einen Kommentar