Photovoltaik: Förderung durch Erneuerbare-Energien-Gesetz
Warum Photovoltaik nutzen? Um diese Frage zu beantworten, muss man ein wenig ausholen. Die Fotovoltaik geht auf die Entdeckung des “fotoelektrischen Effekts” durch den Franzosen Alexandre Edmond Becquerel im Jahre 1839 zurück. Fotovoltaikzellen wurden in den 1950er Jahren vornehmlich in der Satellitentechnik verwendet, Energiekrisen und Umweltbelange sorgten in den folgenden Jahrzehnten jedoch auch für eine Erschließung dieses Sektors für den Alltagsgebrauch. In Deutschland werden Solaranlagen mittlerweile staatlich gefördert, die Grundlage dafür bildet das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) – Untersuchungen zufolge ist ein rentabler Betrieb eigener Fotovoltaik-Anlagen ohne Förderung ab dem Jahr 2017 zu erwarten.
Die Betriebskosten für eine Fotovoltaik-Anlage richten sich nach der Größe sowie der Qualität der verbauten Komponenten. Der Durchschnittspreis für eine handelsübliche Solarstrom-Anlage wird auf rund 2.200 Euro beziffert, im Vergleich zu anderen Varianten der Stromerzeugung sind die Geräte in der Anschaffung verhältnismäßig teuer. Für den ins Gesamtstromnetz eingespeisten Strom erhält der Betreiber jedoch eine gesetzlich festgelegte Vergütung, um den Betrieb lohnenswert zu machen und die Verbreitung dieser Art der Energieerzeugung zu fördern. Ein weiterer Vorteil liegt in den niedrigen Instandhaltungskosten, nachdem die Anlage selbst abbezahlt ist. Für die Höhe der Förderungsleistungen spielt das Jahr der Inbetriebnahme eine entscheidende Rolle: Da die Zuschüsse in bestimmten Zeitabständen reduziert werden, kann sich eine frühe Installation von Solarstrom-Vorrichtungen lohnen. Wird die Anlage auf dem Dach installiert, so besteht im Regelfall ein Anspruch auf höhere Zuschüsse als bei der Installation auf einer freien Fläche. Auf der steuerlichen Seite ergeben sich für Betreiber von Fotovoltaik-Anlagen insofern Besonderheiten, als dass sie Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb beziehen – die Anmeldung eines Gewerbes ist ab einer bestimmten Leistung obligatorisch.
Fotovoltaische Anlagen bestehen meist aus mehreren Solarmodulen, die wiederum aus einzelnen Solarzellen bestehen. Die aus dem Licht gewonnene elektrische Energie kann ins Stromnetz eingespeist werden, auch eine direkte Nutzung ist möglich. Eine weitere Möglichkeit ist die Speicherung des erzeugten Stroms in Akkumulatoren, um ihn später nutzen zu können. Die Stromerzeugung durch Fotovoltaik ist von verschiedenen Faktoren abhängig: Die Jahreszeiten und insbesondere die Witterungsbedingungen entscheiden über die Menge des produzierten Stromes. Aus diesem Grund führen Experten an, dass eine Versorgung durch fotovoltaische Anlagen nur dann Sinn hat, wenn ausreichende Möglichkeiten der Stromspeicherung existieren, um eventuelle Engpässe durch Strahlungsschwankungen ausgleichen zu können.
Im Internet gibt es eine Reihe von Webseiten, mit deren Hilfe die Kosten und die Rentabilität von Fotovoltaik-Anlagen errechnet werden können. Hierzu müssen verschiedene Parameter wie das Jahr der Inbetriebnahme, die nutzbare Fläche und der Wohnort in eine Suchmaske eingetragen werden, um die Kosten, den Ertrag sowie die Förderungshöhe ermitteln zu können.
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